Naturweinmesse „Plopp“ –
Junge deutsche Winzer präsentieren ihre international gefragten Naturweine

Naturweinmesse Plopp 2022

Die Winzer ´22

Weingut Christopher Barth, Alzey-Weinheim
Weingut Jonas Dostert, Nittel
Weingut Lingenfelder, Grosskarlbach
Brand Bros, Bockenheim
Marto Wines, Flonheim
Weinbau Julien Renard, Winningen
Weingut Jakob Tennstedt, Traben-Trarbach
Weingut Stefan Vetter, Gambach
Weingut Andreas Weigand, Iphofen
Weingut Dennis Wolf, Grosskarlbach
Saltarenwines, Oestrich-Winkel
Glow Glow, Nahe
Weingut Kissinger, Uelversheim
Vin de La Gamba, Flonheim
Lelle Ihr Wein, Eschbach 
Wasenhaus, Staufen im Breisgau
Weingut Schweitzer, Schwaigern


Die Tickets

Die Tickets gibt es online über die Website der Emma Metzler auf dem folgenden Link >> Ticket

Die Gastgeber

Weinhandlung Cool Climate, Christian Lebherz, Beriner str 20, Frankfurt am Main

Restaurant Emma Metzler, Anton de Bruyn, Schaumainkai 17, Frankfurt am Main

Restaurant Chairs & Bäckerei Mehlwassersalz, Dennis Aukili, Gronauer Str. 1, Frankfurt am Main

Die Plopp ´22

Am 06.11.2022 findet zum zweiten Mal die Naturweinmesse „Plopp“ im Restaurant Emma Metzler am Frankfurter Schaumainkai statt. Junge Winzer*innen aus Deutschland stellen ihre konsequent biologisch und naturnah angebauten Weine vor, die nicht nur enorme internationale Beachtung finden, sondern auch den Zeitgeist des bewussten Produzierens und Genießens treffen.

Zu der Gruppe von insgesamt 17 Nachwuchswinzer*innen zählen Shootingstars aus Rheinhessen wie Moritz Kissinger und Chris Barth sowie die ursprünglich aus Kanada stammende Alanna La Gamba. Auch Stefan Vetter aus dem fränkischen Gambach, der von der renommierten New York Times für den besten Silvaner 2017 ausgezeichnet wurde, ist wieder mit dabei. Initiator der Veranstaltung ist Naturwein-Experte Christian Lebherz, der in Frankfurt die auf Naturweine spezialisierte Weinhandlung Cool Climate betreibt und seit mehreren Jahren eng mit den Gastgebern der Messe zusammenarbeitet: Anton de Bruyn, Koch und Inhaber des Emma Metzler, und Dennis Aukili, Betreiber des Restaurant Chairs in Bornheim und der Bäckerei mehlwassersalz im Museum Moderne Kunst.

Plopp – der Klang bewussten Genießens

In entspannter Atmosphäre bieten die Winzer ihre aktuellen Weine zur Verkostung an und geben Einblick in die Besonderheiten und Hintergründe der Naturweinerzeugung. Denn um die Trauben von bestmöglicher Qualität zu ernten, wird hoher Aufwand betrieben. Die Arbeit an Reben und Boden per Hand und im Einklang mit der Natur gehören genauso zur Philosophie der Naturweinerzeugung wie der Verzicht auf Reinzuchthefen und andere Zusätze sowie das weitgehende Abstandnehmen von Filtration oder Konservierungsmitteln, beispielsweise Schwefel. Hilfsstoffe, die in der herkömmlichen Weinproduktion durchaus üblich sind, sucht man hier vergeblich.

„Viele Jahre war es um den Naturwein in Deutschland eher ruhig, während er international boomte“, erläutert Experte Christian Lebherz. „Allerdings ändert sich dies gerade. Deutscher Naturwein ist mittlerweile im In- und Ausland so gefragt wie noch nie.“ Genau dieser Entwicklung will die Messe im Restaurant Emma Metzler Rechnung tragen. Auch die Gastronomen de Bruyn und Aukili beobachten das wachsende Interesse ihrer Restaurantbesucher an Naturweinen und freuen sich deshalb umso mehr, die Messe zum zweiten Mal auszurichten.

In ihren Restaurants schenken sie schon längst Naturweine aus, denn sie komplementieren ihre regional geprägte Küche hervorragend. Während der Messe sorgen de Bruyn und Aukili selbstverständlich für das leibliche Wohl der Besucher und servieren passend zu den Rebsorten unter anderem hausgemachtes Sauerteigbrot, Backhendl von Bauer Manns Freilandhühnern und Kürbiswaffeln mit frischem Ricotta.

Die Naturweinmesse Plopp ist für alle, die sich austauschen, Neues probieren und Inspiration finden möchten – Sommeliers, Naturwein-Freunde und Interessierte sind gleichermaßen willkommen.


Die Tickets

Die Naturweinmesse Plopp findet am Sonntag, 06.11.2022 von 13:00 bis 18:00 Uhr im Restaurant Emma Metzler (Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt) statt.

Im Eintrittspreis von 100€ sind Weinproben bei allen 17 Winzer*innen, diverse Speisen, Wasser und Espresso eingeschlossen.

Der Ticketverkauf startet am 5.10.2022 über den Onlineshop auf www.emmametzler.de

Schnell sein lohnt sich, die letzte Plopp war früh ausverkauft.

Jonas Dostert

Der kleine Ort Nittel liegt unmittelbar an der deutsch-luxemburgischen Grenze. Weinbautechnisch gehört er zur Region Obermosel, dem weitgehend in Vergessenheit geratenen westlichsten Teilstück der Weinbauregion Mosel. Geologisch betrachtet ist die Region der nordöstliche Beginn des Pariser Beckens und verfügt dementsprechend über pure Kalksteinböden mit hohem Fossilienanteil, sehr ähnlich zu der Champagne oder dem Chablis. Die berühmten Schieferformationen der Mosel oder den Riesling als stilbildende Rebsorte sucht man hier folglich vergebens. 

Jonas Dostert ist Mitte zwanzig und legt mit dem 2018er Jahrgang sein Debüt als eigenverantwortlicher Winzer vor. Bevor er sich entschloss, in seine Heimatregion an der Mosel zurückzukehren, verbrachte er vor allem viel Zeit im Burgund. Hier entdeckte er seine weinbauliche Stilistik. Wieder zu Hause, wandte er sich den einheimischen Rebsorten Elbling, Grauburgunder, Chardonnay und Spätburgunder zu und entwickelten seinen eigenen Stil weiter. Von Beginn an legte er dabei einen starken Fokus auf die Arbeit im Weinberg. In reiner Handarbeit bewirtschaftet er seine von rauen Felsen durchsetzen Weinberge und ist dabei stets auf den Erhalt der ökologischen Vielfalt bedacht. 

Er selbst bezeichnet Handwerk, Achtsamkeit und Demut gegenüber der Natur als die Grundvoraussetzung für die Erzeugung charakterstarker Weine. Diesen Ansatz überträgt er auch in die Weinbereitung. Im Rahmen eines konsequenten Minimalismus reduziert er kellertechnische Eingriffe auf ein Minimum und gewährt seinen Weinen die benötigte Zeit, um alle Phasen der Weinwerdung zu durchlaufen. Dabei verzichtet er weitestmöglich auf önologische Hilfsmittel. Lediglich eine minimale Gabe an Schwefel sowie eine besonders schonende Filtration kommen – je nach Notwendigkeit – zum Einsatz.

Jonas’ Weine verkörpern eine einzigartige Stilistik. Sie sind gradlinig, pur und mit viel Finesse ausgestattet. Während sie von einer nahezu vergessenen Weinregion und den dort herrschenden Bedingungen erzählen ziehen sie einen vollends in ihren Bann und verfügen dabei über eine faszinierende Trinkigkeit. Unbedingt probieren!

Jonas Dostert >> https://jonas-dostert.de/

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Jason Groebe

Jason Groebe führt das Familienweingut in fünfter Generation – worauf er stolz und wofür er dankbar ist. Der Weinanbau wurde bereits in der Elterngeneration auf biologische Landwirtschaft nach der deutschen Öko-Richtlinie (DE-Öko-022) umgestellt. Jason kann 8 Hektar Weinberge in besten Lagen rund um Westhofen bewirtschaften: Aulerde, Kirchspiel, Morstein, Steingrube. Westhofen ist eine der wärmsten Gegenden Deutschlands und den Weinbau haben die Römer hierher gebracht.

Jason hat 2013 seine Weinbaulehre abgeschlossen, Erfahrungen auf renommierten Weingütern gesammelt und anschließend an der FH Geisenheim Weinbau studiert. Nun kann er seinen Stil im elterlichen Betrieb entfalten und stellt Naturwein nicht nur mit viel Liebe, sondern natürlich auch nach den dazugehörigen Prinzipien her: Selektive Handlese, keine Schönung, spontan vergoren, keine Filtration, kein Schwefelzusatz.

Sein Bestreben ist es, das Weingut und seine Weine zur Natur zurückzuführen – mit allen Konsequenzen. Die absolute Abhängigkeit von der Natur lässt einen jedes Jahr aufs Neue erkennen, dass man keine Kontrolle hat und loslassen muss, meint Jason, und sagt, dass er von ihr Vertrauen, Geduld und Demut lernen kann. Das Terroir der Bergkloster Weine könnte nicht besser sein – Kalkstein mit tonigem Mergel (entstanden durch Korallen-Ablagerungen) als Untergrund, daraus wachsend die Sorten Riesling, Chardonnay, Weißburgunder und einige mehr, lange Sonneneinstrahlung – das ist die Grundlage für Jasons Weine, die eine ganz eigene Note haben. Eine Kombination aus frisch-fruchtig und Komplexität.

Jason selbst schreibt über seine Arbeit: “Wenn man dann im Keller vor dem Tank steht, in dem der Most gärt, später den fertigen Wein auf die Flaschen füllt und schlussendlich eine Flasche in der Hand hält, sind alle Anstrengungen im Weinberg und im Keller vergessen. Das ist als würde man ein Stück von sich selbst in die Welt entlassen.”

Jason Groebe >> http://bergkloster.com/de/

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Christopher Barth

Obwohl Rheinhesse durch und durch, ist Christopher Barth ein Wein-Quereinsteiger. Nach dem überraschenden Tod seines Onkels beschloss er, seine IT-Karriere an den Nagel zu hängen und Winzer zu werden. Für Chris kam das einem Sprung ins kalte Wasser gleich. Dennoch beschloss er, abermals die Schulbank zu drücken und das Winzerhandwerk von der Pike auf zu lernen. Dabei wählte er von Beginn an den Weg einer konsequent naturnahen Weinbereitung, sowohl im Weinberg, als auch im Keller.

Die mittlerweile biologisch zertifizierten Weingärten der Familie Barth liegen rund um Weinheim, einem Ortsteil von Alzey. Insbesondere die von vulkanischer Aktivität geprägten Lagen auf metamorphem Gestein wie beispielsweise dem Melaphyr haben es Chris angetan. Er ist stets auf der Suche nach neuen Lagen und Parzellen, deren Weine in die elegant-kühle Stilistik des Weinguts passen. Vor allem die von vulkanischen Gesteinsformationen geprägten Lagen verleihen seinen Weinen eine unnachahmliche mineralische Spannung.

Das noch junge Weingut ruht aktuell auf zwei Säulen. Einerseits produziert Chris nach wie vor sortenreine, „typische“ rheinhessische Weine, in deren Produktionsprozessen er auf Filtration sowie die Zusatz von SO2 zurückgreift. Andererseits kreiert er in seiner „Handwerk“-Linie naturbelassene Weine im besten Sinne des Wortes. Im Rahmen dieser Linie verzichtet er auf jegliche Form der Filtration und greift – wenn überhaupt – nur auf geringste Mengen von SO2 zurück. Das Ergebnis sind gradlinige und druckvolle Weine mit eigenständigem Charakter und einem hohen Maß an Trinkigkeit.

Christopher Barth >> https://www.barthwein-alzey.de/

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